Liebe Leserinnen und Leser,
Besonders Tierbisse bergen ein hohes Infektionsrisiko. Katzenzähne sind sehr spitz und bringen Keime tief ins Gewebe, wo sie sich schnell vermehren können. Bereits nach wenigen Stunden kann eine schmerzhafte Schwellung entstehen. Verletzungen durch Tierbisse gehören grundsätzlich in ärztliche Behandlung, da meist eine Antibiotikatherapie notwendig ist. Auch Stichverletzungen durch Dornen oder Holzsplitter sind nicht zu unterschätzen. Pflanzenreste und Erde können in der Wunde verbleiben und eine bakterielle Entzündung auslösen.
Achten Sie auf Warnzeichen wie Rötungen, Schwellungen, Erwärmung, pochenden Schmerz oder eitriges Sekret. Ziehen sich rötliche Streifen in Richtung Körpermitte oder treten Fieber, Schüttelfrost oder Abgeschlagenheit auf, ist das ein Alarmsignal. Zögern Sie nicht, sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Auch vermeintliche Bagatellwunden verdienen Aufmerksamkeit. Wer kleine Verletzungen ernst nimmt, frühzeitig desinfiziert und sich bei Unsicherheit beraten lässt, kann schwere Folgen verhindern. Auch empfiehlt es sich, Verletzungen durch das Tragen von Handschuhen vorzubeugen.
Kommen Sie gern in Ihrer Apotheke vor Ort vorbei – wir helfen Ihnen, Infektionen früh zu erkennen und sicher zu handeln. Wenn Sie noch weitere Fragen zum Thema Wundversorgung haben, beraten wir Sie gern und freuen uns über Ihren Besuch in unserer Apotheke.
Herzlichst, Ihre Apothekerin aus der Apotheke am Krankenhaus
Julia Giselbrecht