Landkreis Leipzig Journal

BLInK - Leuchttürme für den Notfall

So stärkt der Landkreis den Bevölkerungsschutz

Starkregen, Hochwasser, Stromausfälle, Hitzewellen oder Sabotage: Krisen treffen Regionen oft unerwartet. Gemeinsam mit Städten und Gemeinden will der Landkreis Leipzig deshalb seine Vorsorge weiter stärken.
Viele Kommunen haben bereits Notfallpläne erstellt und gemeinsam mit ihrem Personal und ihren Feuerwehren geübt. Diese Erfahrungen sollen nun gebündelt werden, um ein strategisches Konzept für ein modernes Krisenmanagement im Landkreis zu entwickeln.

„Leuchttürme“ für den Ernstfall

Ein zentrales Element des Projekts sind multifunktionale Standorte, Leuchttürme des Bevölkerungsschutzes mit wichtigen Aufgaben im Krisenfall, unter anderem:
• Information der Bevölkerung über die aktuelle Lage
• Anlaufstelle bei Strom- oder Kommunikationsausfällen
• Unterstützung der Koordination von Behörden und Einsatzkräften
So bleibt die Region auch dann handlungsfähig, wenn Strukturen zeitweise eingeschränkt sind.

Modellkommunen als Vorreiter

Welche Voraussetzungen, Ausstattung und Strukturen diese Leuchttürme benötigen, erarbeitet der Landkreis gemeinsam mit fünf Kommunen. Ziel ist es, praxistaugliche Lösungen zu entwickeln, die später auch in anderen Orten umgesetzt werden können. Beteiligt sind Grimma, Borsdorf, Bad Lausick, Groitzsch und Elstertrebnitz.

Bessere Information und Zusammenarbeit

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau robuster Notfallkommunikation, digital und analog. So können Bürgerinnen und Bürger auch bei technischen Störungen zuverlässig informiert werden.
Zudem ist ein Unternehmenskataster für Krisenfälle geplant. Betriebe können dort angeben, mit welcher Technik, Material oder Fachwissen sie im Ernstfall unterstützen können. Gleichzeitig werden wichtige Bedarfe der Unternehmen – etwa Treibstoff für kritische Infrastruktur – erfasst. Das stärkt die Zusammenarbeit und verkürzt Reaktionszeiten.

Start mit Bestandsaufnahme

Das Projekt BLInK ist auf drei Jahre angelegt und startet mit einer Bestandsaufnahme. Am Ende stehen Empfehlungen für
• den Aufbau der Leuchtturm-Infrastrukturen
• das Unternehmenskataster
• die Krisenkommunikation mit der Bevölkerung
• Schulungen und Übungen.

Für die Menschen im Landkreis bedeutet das vor allem:

• mehr Sicherheit durch bessere Vorbereitung
• schnellere Hilfe durch klare Abläufe
• verlässliche Informationen auch in Ausnahmesituationen

Landkreis, Kommunen, Unternehmen und Bevölkerung sollen künftig noch enger zusammenarbeiten – für eine Region, die auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig bleibt.

Was können Sie selbst tun? Vorbereitung zahlt sich aus

Deutschland gehört zu den sichersten Ländern der Welt. Trotzdem können Krisen auch unseren Alltag kurzfristig stark verändern, etwa durch Extremwetter, technische Störungen oder Angriffe auf Infrastruktur. Die Broschüre des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zeigt, wie Sie sich und Ihre Familie auf Krisensituationen vorbereiten können.

Warum Vorbereitung hilft

• Sie wissen im Ernstfall, was zu tun ist.
• Sie können sich eine Zeit lang selbst versorgen.

Schritt für Schritt vorsorgen

Empfohlen wird, dass Haushalte sich bis zu zehn Tage selbst versorgen können – mit Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln. Auch ein Vorrat für drei Tage ist bereits eine große Hilfe. Dies lässt sich meist einfach über die Vorratshaltung im Alltag umsetzen.

Der Landkreis wird das Thema Krisenvorsorge künftig regelmäßig im Landkreis Leipzig Journal aufgreifen.

LRA Landkreis Leipzig

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