Bornaer Stadtjournal

Einweihung des Margot-Friedländer-Platzes und Gedenkveranstaltung im Ehrenhain

Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus fanden in Borna zwei zentrale Veranstaltungen des Erinnerns statt. Mit der Einweihung des Margot-Friedländer-Platzes sowie der anschließenden traditionellen Gedenkveranstaltung im Ehrenhain setzte die Stadt ein sichtbares Zeichen für Erinnerung, Verantwortung und Menschlichkeit.
Der Platz vor dem Stadtkulturhaus trägt nun den Namen Margot Friedländer. Die Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin hatte bis zu ihrem Tod im Mai 2025 unermüdlich über die Verbrechen des Nationalsozialismus aufgeklärt und insbesondere junge Menschen zu Verantwortung und Mitmenschlichkeit ermutigt. Der Stadtrat hatte die Benennung zuvor auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen, die auch die Kosten für das Straßenschild übernommen hat.
Die Einweihung am Gedenktag unterstrich die besondere Bedeutung des Ortes. Der Margot-Friedländer-Platz soll künftig nicht nur an das Schicksal der Opfer erinnern, sondern auch als Mahnung dienen, sich aktiv gegen Ausgrenzung, Antisemitismus und Geschichtsvergessenheit zu stellen.
Im Anschluss an die Platz-Einweihung fand im Ehrenhain die jährliche Gedenkveranstaltung statt. In stiller Atmosphäre wurde dort der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Kranzniederlegungen und Worte des Erinnerns machten deutlich, dass das Gedenken ein fester Bestandteil der städtischen Erinnerungskultur ist.
Beide Veranstaltungen verdeutlichten, dass Erinnerung nicht allein rückwärtsgewandt ist, sondern immer auch eine Verpflichtung für Gegenwart und Zukunft bedeutet.

Stadtverwaltung Borna

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