Bornaer Stadtjournal

„Ich bin hier sehr herzlich aufgenommen worden“,

Manuela Krause (links) mit dem neuen Kirchenmusikdirektor Thomas Stadler
antwortete Thomas Stadler, der seit dem 1. März 2026 das Amt des Kirchenmusikdirektor (KMD) für den Kirchenbezirk Leipziger Land begleitet, auf die Frage, wie er hier in Borna angekommen ist. Neben dem Amt des KMD ist er auch der Kantor der hiesigen evangelisch-lutherischen Emmausgemeinde. Als solcher wirkte er bereits in den Chorproben der Kantorei und des Posaunenchores und spielte bereits am 21. März sein erstes Konzert an der Orgel gemeinsam mit Frank Liebscher am Saxophon in der Stadtkirche St. Marien. Außerdem machte er schon mit den Kindern im gemeindeeigenen Kindergarten Bekanntschaft und führte auch musikalisch durch das dienstägliche Kindersingen im Kindertreff. Diese beiden pädagogisch herausfordernden Projekte erarbeitet und führt er gemeinsam mit der Gemeindepädagogin Lisa Günther durch.
Im Mittwochstalk „Zugehört und eingemischt“ antwortete er nicht nur den Fragen der Moderatorin, sondern gab in lockerer Atmosphäre Einblicke in seine junge Karriere, die jedoch die Anwesenden, unter denen sich auch Sänger der Kantorei und Mitglieder des Posaunenchors befanden, äußerst beeindruckte. Die zugewandten Fragen und das daraus entstandene Gespräch offenbarten, dass die Laienmusiker vom neuen Kirchenmusikdirektor begeistert sind.
Einsegnung des neuen KMD am 22. März 2026
Aus Bayern stammend, begann Thomas Stadler 2014 in Leipzig das Studium zum Chorleiter, welches er noch mit der Kirchenmusik garnierte. Noch bevor er die beiden Studiengänge beendete, bekam er schon in drei Kirchgemeinden (St. Andreas; St. Markus und Trinitatiskirchgemeinde) in Chemnitz eine Anstellung als Kantor. Diese hatte er von Januar 2023 (sein Studium beendete er im Frühjahr 2023) bis Ende Februar 2026 inne. Leipzig ist inzwischen auch die Heimat von Thomas Stadler und seinem Mann. Es wurde ihm die Frage gestellt, wie er denn erreichbar wäre, wenn er nicht in Borna wohnen wird. „Zunächst bin ich den ganzen Donnerstag vor Ort und werde auch feste Bürozeiten anbieten, so dass man mit mir auch Gespräche führen kann. Ansonsten schreibe ich Mails und habe in der Kantorei und im Posaunenchor eine App eingeführt, über die alle Mitglieder erfahren, was wir proben oder gegebenenfalls im Gottesdienst singen. Dies ist auch eine Möglichkeit damit zu kommunizieren. Kommunikation ist der Schlüssel einer guten Zusammenarbeit. Jene wünsche ich mir offen, fair und ehrlich für meine Tätigkeit als Ihr neuer KMD.“
Die App, so wurde nach dem offiziellen Teil des Talks gewahr, ist gut angekommen. Einige Chormitglieder bekräftigten auch. Wir haben nun einen KMD, der uns in die neue Zeit führt. „Zeit wird es noch brauchen“, ist der junge Mann gewiss, bevor er sich in alle Aufgaben eingearbeitet hat und alles im Blick hat. Sind doch die Aufgaben auch administrativer Art. Dazu ist es wichtig sich ein Netzwerk zu schaffen. Einige Kontakte in der Stadt, wie mit Kulturmanagerin Sally Martin, dem OBM Oliver Urban und Pressesprecher Sirko Konrath ist ihm in Vorbereitung und Durchführung des „Tag der Chöre“ schon gelungen. Jene werden nun mit vielen anderen aktiven Gemeindemitgliedern und Kommunalen Akteuren gefestigt. Das wird schon das Fest 775 Jahre Borna mit sich bringen.
Letzte Probe mit der Kantorei vor dem Einführungsgottesdienst
Dass die Musik sein Leben ist, brauchte auf Grund der Tatsache, dass Thomas Stadler noch ehrenamtlich den Leipziger Oratorienchor leitet, gerne in die Oper geht und auch gern mal klassische Kirchenmusik mit Band und Orgel mixt, keiner bezweifeln.
Seine Freude an der Musik möchte er unbedingt vermitteln und teilen. Deshalb nimmt Herr Stadler schon die Gründung einer Jugendposaunengruppe in den Blick. Diesen Tipp hat er von seinen Vorgänger Jens Staude erhalten, der dem neuen KMD noch vieles andere mit auf dem Weg geben konnte. Interessierte Sängerinnen und Sänger sind ebenfalls herzlich willkommen. Man müsste jedoch Noten lesen können und wissen, dass auch anspruchsvolle Werke gesungen werden, möchte der junge Kirchenmusiker mit auf dem Weg geben. Im kommenden Jahr feiert der Posaunenchor seinen 100. Geburtstag. Vielleicht kann dieser schon mit neuen Mitgliedern begangen werden.
In jedem Fall war am Mittwochabend des 25. März deutlich herauszuhören und zu spüren, dass sich Thomas Stadler auf schöne Konzerte, Begegnungen, Chorproben sowie auf die Gäste der Konzerte sehr freut.

Manuela Krause

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