
Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Rechenschaftsberichte des Stadtwehrleiters sowie des Stadtjugendfeuerwehrwartes. Diese Berichte gaben einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten, Erfolge und Herausforderungen des vergangenen Jahres. Der Stadtwehrleiter hob die wichtige Rolle der Feuerwehr in der Gemeinschaft hervor und dankte allen Kameradinnen und Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr Engagement. Der Stadtjugendfeuerwehrwart berichtete über die Fortschritte und Entwicklungen in der Jugendfeuerwehr, die eine entscheidende Rolle bei der Nachwuchsgewinnung spielt.
Stadtwehrleiter Kai Noeske blickte in seinem Rechenschaftsbericht auf das Jahr 2025 zurück und zog eine eindrucksvolle Bilanz. Besonders hervorzuheben war die weiterhin sehr hohe und immer noch steigende Anzahl an Einsätzen, die die Feuerwehren der Stadt Borna bewältigen mussten. Noeske betonte den wachsenden Aufgabenbereich und die notwendigen Investitionen in neue Technik. So schreitet die Ersatzbeschaffung der zwei Mannschaftstransportfahrzeuge voran. Zudem steht die Beschaffung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs für die Feuerwehr Thräna an oberster Stelle. „Ich hoffe, die Stadträte unterstützen dies“, so Noeske.
Er machte aber auch deutlich, dass die freiwilligen Einsatzkräfte am absoluten Limit in der täglichen Gefahrenabwehr arbeiten!
Im Jahr 2025 rückten die Wehren zu insgesamt 512 Einsätzen aus. Bei diesen konnten 26 Personen gerettet werden. Leider mussten sieben getötete Personen beklagt werden. Insgesamt wurden 5.029 Einsatzstunden geleistet. „Aber auch wenn man über den Tellerrand hinausschaut, kann man beobachten, dass sich die Großschadenslagen, wie Hochwasser und Waldbrände häufen. Das heißt auch für uns, sich für die Zukunft breiter aufzustellen und zusätzliche Aufgaben zu übernehmen.“
Um den wachsenden Aufgaben gerecht zu werden und die Sicherheit der Bürger und der Einsatzkräfte sicherzustellen, sollten auch Investitionen in die Sanierung des Löschteichs in Thräna, den Aufbau weiterer Sirenen, die Einführung von Rauchmeldern in den Gerätehäusern sowie die Sanierung der sanitären Einrichtungen in den Wachen getätigt werden.

Hierbei sind besonders die 62 Mitglieder der Alters-, Ehren- und Frauenabteilung zu erwähnen, welche mit ihrem Engagement enorm zur Werterhaltung beitragen.
Alle Kameraden organisieren Tage der offenen Türen, Jubiläen, Besuche von und in Kindergärten und Schulen. Sie unterstützen Festlichkeiten jeglicher Art und leisten einen riesigen Beitrag zur Brandschutzerziehung und für das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt.
„Danke für das Engagement und für die Zeit, welche Sie für unser Feuerwehrwesen aufgebracht haben, und so auch danke für das Verständnis der Ehepartner und Lebensgefährten, die dies ermöglicht haben“, so Kai Noeske.
Eine wichtige Säule für den Brandschutz und für das soziale Leben sind die Kinder- und Jugendfeuerwehren. Aus diesen Abteilungen kommen die engagierten und gut ausgebildeten Brandschützer von morgen.
Stadtjugendwart Fabian Plewnia zog ein Resümee über das vergangene Jahr und zeigte einen Ausblick auf die Veranstaltungen, Dienste und Besonderheiten von diesem. Mehrere große, sportliche und gesellschaftliche Highlights stehen in diesem Jahr an, bei welchen die jungen Brandschützer im Mittelpunkt des Geschehens stehen
Diese essenzielle Jugendarbeit kann nur durch das enorme Engagement der 30 Jugendwarte und Betreuer realisiert werden. In unzähligen Stunden werden Dienste, gemeinschaftliche Freizeitaktivitäten, Veranstaltungen, Ausflüge sowie Übungen und Sportevents mit sehr viel Herzblut geplant und durchgeführt.
Oberbürgermeister Oliver Urban betonte in seiner Abschlussrede der Jahreshauptversammlung die Wichtigkeit der Feuerwehr für unsere Stadt. „Die Anforderungen an unsere Kameraden und Kameradinnen sind gestiegen, insbesondere in der Tagesbereitschaft. Das Engagement unserer Brandschützer geht über alles Alltägliche hinaus und genießt meinen größten Respekt“, so OBM Urban. Aus diesem Grund soll es in diesem Jahr eine große Dankeschön-Veranstaltung für die Ehrenamtlichen geben.

Hervorzuheben sind hierbei die Ehrung mit dem Ehrenkreuz vom Landesfeuerwehrverband Sachsen an Hartmuth Külbel für 50 Jahre Mitgliedschaft sowie die Würdigung mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Borna des Kameraden Sebastian Wassermann für sein enormes und herausragendes Engagement.
PM, Freiwillige Feuerwehr der Großen Kreisstadt Borna