
Mit „SLINA“ setzen die Sana Kliniken ein klares Zeichen für die digitale Transformation im Gesundheitswesen und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Region. Denn das Projekt verbindet zwei zentrale Herausforderungen: die zunehmende Digitalisierung medizinischer Prozesse und den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. „Die Förderung zeigt, dass innovative Gesundheitsprojekte ein wichtiger Baustein für den Strukturwandel in unserer Region sind. Mit SLINA treiben wir nicht nur die Digitalisierung voran, sondern stärken auch die medizinische Versorgung nachhaltig“, sagt Dr. Roland Bantle, Clustergeschäftsführer Sachsen der Sana Kliniken.
Im klinischen Alltag fallen täglich große Mengen an Patientendaten an – von Arztbriefen über Laborberichte bis hin zu Diagnosen. Diese Informationen sind digital vorhanden, müssen jedoch häufig zeitaufwendig manuell durchsucht werden.
Genau hier setzt „SLINA“ an: Die Künstliche Intelligenz (KI) analysiert sämtliche vorhandenen Dokumente eines Patienten innerhalb weniger Sekunden und liefert gezielt Antworten auf konkrete Fragestellungen. Das spart Zeit und ermöglicht es Ärztinnen und Ärzten, sich stärker auf die Behandlung zu konzentrieren.
Technisch basiert die Lösung auf einem lokal betriebenen KI-Server, der direkt in bestehende Krankenhausinformationssysteme integriert wird – auch in ältere Systemlandschaften.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung internationaler Fachkräfte: Denn die KI ermöglicht mehrsprachige Suchanfragen und Antworten – unabhängig von der Sprache der hinterlegten Dokumente. „Gerade in einem zunehmend internationalen Arbeitsumfeld ist es entscheidend, Informationen schnell und barrierefrei verfügbar zu machen. SLINA kann hier einen echten Unterschied im klinischen Alltag machen“, sagt Anne Lehmann, Leitung IT sowie klinische Prozesse und Digitalisierung und Projektleiterin.
Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Integration von Fachkräften und zur Sicherung der Versorgung.
Ein zentrales Merkmal von „SLINA“ ist der konsequente Datenschutz – insbesondere im Klinikkontext ein zentrales Thema: Die gesamte Datenverarbeitung erfolgt lokal im Krankenhaus. Sensible Patientendaten verlassen zu keinem Zeitpunkt die Einrichtung – ein entscheidender Vorteil gegenüber cloudbasierten Lösungen.
Das Projekt erfüllt die Förderkriterien des Programms „Unternehmen Revier“, da es innovative Ansätze zur Digitalisierung mit einem klaren Beitrag zur Fachkräftesicherung und regionalen Entwicklung verbindet. „SLINA“ ist dabei nicht nur als internes Projekt angelegt, sondern als skalierbare Produktlösung mit Modellcharakter. Perspektivisch soll die Technologie auch anderen Krankenhäusern zur Verfügung stehen und so bundesweit zur Effizienzsteigerung und Modernisierung beitragen.
PM, Sana Kliniken Landkreis Leipzig