Markkleeberger Stadtjournal

Drei Spiele – (leider nur) drei Punkte

Drei Punkte gegen den freiwilligen Absteiger

Nach einem spielfreien Wochenende stand für die Neuseenland-Volleys Markkleeberg das wichtige Doppel-Heimspielwochenende am 07./08. März 2026 an. Von der Tabellensituation her mussten Punkte geholt werden, um dann etwas „entspannter“ in die restlichen fünf Spiele, davon drei auswärts bei schweren Gegnern, gehen zu können. Bestenfalls sollten die von Trainer Tim Reichenbach als für den Klassenerhalt ausreichend bezeichneten fünf Punkte gleich in diesen beiden Spielen geschafft werden. Darauf bereitete sich das Team in den zurückliegenden zwei Trainingswochen intensiv vor, denn man wusste, dass das gegen den Tabellenvierzehnten TV Hörde und vor allem gegen den Tabellenfünften VCO Dresden kein Spaziergang sein wird.

Das Volleyball-Mammutprogramm des Wochenendes begann am Samstagmittag mit dem Vorspiel der Reinker Neuseenland-Volleys Markkleeberg in der Regionalliga Ost gegen CV JM Görlitz. Unsere Damen 2 gewannen das Spiel mit 3:1 und verteidigten weiter die Tabellenspitze. Nun stehen für sie erstmal noch zwei Auswärtsspiele an (darunter das Derby gegen die LE Volleys II am 21. März 2026 12.00 Uhr in der Leppi), bevor es am 28. März 2026 14 Uhr zum vielleicht sogar für den Regionalmeistertitel entscheidenden Saisonabschlussspiel in der Neuseenlandhalle gegen den SC Freital kommt (abends dann das Spiel der Damen 1 gegen Düsseldorf).

Am Abend empfingen dann die Neuseenland-Volleys Markkleeberg in der Sparda 2. Liga pro den TV Hörde. Bekanntlich haben sich die Gäste für einen freiwilligen Abstieg zurück in die 2. Bundesliga Nord entschieden. Aber sie geben sich kämpferisch: „Wir wollen die Saison noch genießen und auf einem Nicht-Abstiegsplatz abschließen, das ist unser Ziel“. Und tatsächlich haben sie seit der Bekanntgabe des Rückzugs Ende Januar überraschend gute Spiele abgeliefert, verloren sowohl in Grimma als auch in Dresden nur 2:3 und bezwangen Düsseldorf daheim mit 3:1. Die beiden letzten Spiele gingen dann allerdings relativ klar verloren (in Leverkusen 0:3 und daheim gegen Oythe 1:3), der Nichtabstiegsplatz 12 (auf dem aktuell unsere Mädels stehen) ist also für sie schon ein Stück weit weg, aber noch nicht ganz außer Reichweite. Insoweit war klar, dass sie bemüht sein würden, den 5-Punkte-Rückstand auf unsere Mädels zu verkürzen. Aber wenn die so aufspielen wie zuletzt, sollten sie das verhindern und bestenfalls ihrerseits drei Punkte holen können, zumal sie sich bestimmt auch daran erinnern, wie man das Team aus dem Dortmunder Stadtteil bezwingen kann, wo ja im Dezember ein 3:2-Auswärtssieg gelungen war.

„Nach dem Sieg in Dingolfing steht nun erneut ein wichtiges Spiel an.“ meinte Trainer Tim Reichenbach vor dem Spiel und ergänzte: “Auch wenn sich die Hörderinnen bereits für den Abstieg entschieden haben, sind die Punkte aus diesem Spiel für das Saisonziel Klassenerhalt dennoch wichtig, um den Abstand auf Verfolger Dingolfing aufrecht zu halten. Hat im Hinspiel teilweise noch das nötige Selbstvertrauen und Selbstverständnis unseres Teams gefehlt, wird es diesmal umso wichtiger sein, selbstbewusst die eigene Qualität aufs Spielfeld zu bekommen. Spielerisch sehe ich vor allem im Angriffs- und Aufschlagspiel die Chance, Hörde entsprechend unter Druck zu setzen. Dennoch müssen wir uns auf einen gewitzten Gegner einstellen, der für den Rest der Saison frei aufspielen kann.“

Und die Gäste hielten, was der Trainer sich von ihnen versprach, so dass die wieder mehr als 200 Fans in der Halle insgesamt das erwartete Spiel auf Augenhöhe von Tabellennachbarn zu sehen bekamen, das phasenweise für unsere Mädels auf der Kippe stand. Doch die Fans wollten natürlich mit dem Team drei Punkte feiern und machten generell, aber in den für uns kritischen Phasen des Spiels umso mehr, Stimmung in der Halle. Aber der Reihe nach:

In Satz 1 ging es von Beginn an munter hin und her, wobei Hörde immer ein bis zwei Punkte vorn lag. In der Satzmitte konnten unsere Mädels mehrfach ausgleichen, aber dann gingen die Gäste wieder mit bis zu drei Punkten in Führung. Wir kämpften uns dann zwar zurück, schafften bei 18:18 wieder den Ausgleich. Ein toller Ballwechsel brachte den Gästen dann wieder die Führung, die sie, leider auch begünstigt durch zwei Aufgabefehler unsererseits in dieser entscheidenden Phase, bis zum 23:21 behielten. Doch unsere Mädels behielten den Kopf oben und kämpften sich zum 23:23-Ausgleich heran. Die Hörder Trainerin versuchte nun mit einer Auszeit unseren Spielfluss zu stören, aber das gelang zum Glück nicht. Mit einem Ass vom Emily und einem erneut tollen Ballwechsel, diesmal zu unseren Gunsten, wurde der insgesamt ausgeglichene Satz nach 28 Minuten mit 25:23 knapp gewonnen.

Genauso lange dauerte dann auch Satz 2, allerdings aus unserer Sicht leider nicht mit dem gleichen Ergebnis. Unsere Mädels liefen in dem durchaus wieder umkämpften Satz mit so manchem langen Ballwechsel immer einem Punktevorsprung der Gäste hinterher, der zeitweise bis auf fünf Punkte anwuchs. Bei 15:16 konnte man auf eine Wende im Spielverlauf hoffen, doch statt zum Ausgleich kam es wieder zur Gästeführung mit abermals bis zu fünf Punkten. Aber bei 20:22 und 21:23 kam nochmal die Hoffnung auf Wiederholung der guten Markkleeberger Crunchtime in Satz 1 auf, doch die erfüllte sich leider nicht, und der Satz ging mit 25:22 an die Gäste.

In Satz 3 gingen unsere Mädels ganz bestimmt mit der Motivation, dass die so wichtigen drei Punkte noch erreichbar sind. Vielleicht war es genau das, was sie zu Beginn des Satzes verunsicherte. Anders ist der schnelle Rückstand auf 0:5 Punkten fast nicht zu erklären. Doch glücklicherweise fanden sie ins Spiel zurück, glichen bei 7:7 aus und gingen nun selbst in Führung, die sie bis zum Satzende nicht mehr abgaben. Bei 24:19 verwandelten sie nach 23 Minuten gleich den ersten Satzball und sicherten sich so schon mal einen Punkt.

Aber das Ziel lautete ja drei Punkte, so dass nun der Gewinn von Satz 4 angesagt war. Und der gelang dann auch recht klar, auch wenn am Ende nochmal fünf Matchbälle gebraucht wurden, um den 25:16-Satz- und damit den 3:1-Spielgewinn zu schaffen.

Drei wichtige Punkte also auf dem Konto, unmittelbar nach dem Spiel lagen wir damit kurzzeitig sogar auf Tabellenplatz 11, doch dann gewann Düsseldorf relativ überraschend 3:2 in Leverkusen und verdrängte uns durch das bessere Satzverhältnis wieder auf Platz 12. Unsere weitereren Tabellennachbarn Berlin und Dingolfing verloren ihre Samstagspiele, was unseren Abstand auf sie vergrößerte und unsere Chancen auf den Klassenerhalt insoweit verbesserte.

Eine für mich wichtige Erkenntnis aus dem Spiel: Wir können inzwischen mit schwierigen Phasen im Spiel immer besser umgehen, so zu sehen in Satz 1 mit der erfolgreichen Crunchtime vom 21:23 zum 25:23 und in Satz 3 mit dem Aufholen des 0:5-Rückstandes. Auch das ist ein Zeichen für die gute Entwicklung unseres Teams im Saisonverlauf.

Unsere „goldene“ MVP wurde (erneut) Emily Langguth – Glückwunsch dazu, und Glückwunsch auch dem kleinen Gewinner der zwei Eintrittskarten vom GF des Sponsors Freizeit-Abenteuer und Förderkreismitglied Lukas Bennemann für eine Buchlesung auf der MS Cospuden im Ergebnistippspiel.

Dresdner Olympiasieger der Zukunft ließen keine Punkte da

Die Ausgangslage vor dem Sachsenderbyrückspiel gegen den VCO Dresden am Weltfrauen(sonn)tag war doch deutlich weniger optimistisch als die gegen Hörde, denn die Dresdnerinnen spielen bisher eine sehr gute Saison, hatten vor dem Spiel immerhin 22 Punkte Vorsprung auf uns. Zuletzt besiegten sie daheim Stralsund deutlich mit 3:0, verloren dann allerdings gegen Leverkusen ebenfalls daheim mit 1:3. Letzteres, der Sieg am Vortag und die Erinnerung, dass man im Hinspiel kurz vor Weihnachten in Dresden nur knapp mit 1:3 verloren hatte, sollte unseren Mädels also Mut machen, das Spiel gegen die favorisierten Gäste, die zudem am Samstag kein Spiel bestreiten mussten, mit Siegeswillen anzugehen.

Trainer Tim Reichenbach blickte vorsichtig optimistisch voraus: „Die technisch sehr gut ausgebildeten und physisch überlegenen Dresdnerinnen werden vor allem durch Ihre Handlungshöhe in Block und Angriff auf sich aufmerksam machen. Erinnert man sich ans Hinspiel, konnten wir Dresden trotz deren Favoritenrolle gut die Stirn bieten und sind nur knapp am Tiebreak vorbeigeschrammt. Gerade gegen physisch überlegene Teams geht es darum, im Angriffsspiel variable Lösungen zu finden und ein hohes Tempo im Zuspiel zu suchen, um die Blockreihen entsprechend zu beschäftigen. Gelingt uns das, lässt sich vielleicht an die gute Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen und die Revanche diesmal perfekt machen.“.

Das wollten auch die 274 Fans und trieben unsere Mädels durch die wieder prächtige Stimmung dazu permanent an. Leider war das aber nicht von Erfolg gekrönt, weil die Gäste aus der Landeshauptstadt einfach zu stark aufspielten. Training an 5 Tagen je Woche, z.T. mit den DSC-Profis, und die physischen Vorteile – das sind Dinge, die nur schwer zu kompensieren sind. Und doch haben sie auch Spiele in der lfd. Saison verloren, sind also nicht unschlagbar. Und vielleicht wäre ohne den krankheitsbedingten Ausfall unserer Stammzuspielerin Bianca (ihr gute Besserung und Linda Anerkennung, denn sie hat m.E. ihre Sache im ersten Spiel über die volle Zeit sehr gut gemacht) unsere Gegenwehr auch etwas stärker ausgefallen, im zweiten Satz kamen die Mädels mal in den nötigen Flow und schon war der Satzgewinn sehr, sehr nahe, schade, dass sie sich da nicht belohnt haben. Aber auch hier der Reihe nach:

Der Satz 1 ging zwar gut für uns los, aber ab dem 4:4 gingen die Gäste in Führung und bauten diese in der Satzmitte bis auf sieben Punkte aus. Mit der Stabilisierung der Annahme wurde unser Spiel dann besser und der Punktabstand geringer. Beim 19:22 kam kurz die Hoffnung auf, dass unsere Mädels den Satz noch drehen können, doch die Dresdnerinnen brachten ihn unbeeindruckt mit 25:21 zu Ende.

Satz 2 sollte nun die Wende bringen, doch er ging leider zunächst „nach hinten los“. Zwei frühe Auszeiten von Tim Reichenbach bei 2:6 und 3:9 änderten erstmal auch nichts an der klaren Führung der Dresdnerinnen von bis zu fünf Punkten. Doch ab der Satzmitte wurden unsere Mädels wieder stabiler und bei den Gästen schlichen sich dann doch auch mal ein paar Fehler ein. Der Punktrückstand verringerte sich so kontinuierlich und bei 23:23 war sogar der Ausgleich geschafft. Aber leider versäumten es unsere Mädels dann, sich mit dem Satzgewinn zu belohnen. Ein dankbar angenommenes Annahmegeschenk und ein Hammerangriff brachten den Gästen leider den denkbar knappen 25:23-Satzerfolg.

Vielleicht hätte der Gewinn des zweiten Satzes dem Spiel ja einen ganz anderen Verlauf gegeben, so aber trat in Satz 3 irgendwie das Gegenteil ein. Die Dresdnerinnen gingen von Beginn an in Führung, es gab zwar einige lange Ballwechsel, aber zumeist hatten die Gäste die bessere Lösung. Auch in diesem Satz nahm Tim Reichenbach bei 3:8 und 6:12 zwei recht frühe Auszeiten, aber die dadurch erhoffte Stabilisierung unseres Spiels trat leider nicht ein. Der Satz ging somit relativ schnell und klar mit 25:14 an die Gäste, die damit den 3:0-Auswärtserfolg feiern konnten, der vom Ergebnis heraber eindeutiger aussieht, als es das Spiel tatsächlich war.

Bei der MVP-Wahl gab es diesmal Silber für Emily Langguth und bei der Ziehung der Gewinner des Tippspiels gingen Team-Fanpakete an zwei Fans.

Trainer Tim Reichenbach sagte mir zum Wochenendverlauf folgendes: „Pflichtaufgabe erfüllt! Wir können absolut zufrieden aus dem Wochenende gehen. Auch wenn es am Sonntag gegen die favorisierten Dresdnerinnen nicht ganz gereicht hat, waren drei Punkte aus dem intensiven Doppelspielwochenende das große Ziel. Dabei hat es uns Hörde am Samstag nicht leicht gemacht. Zu viele Ungenauigkeiten in Annahme und Abwehr gepaart mit wenig Zugriff im Blockspiel auf unserer Seite sorgten für zwei knappe Sätze zu Beginn des Spiels. Als sich vor allem der eigene Spielaufbau stabilisierte, wurden dann auch die beiden weiteren Sätze zu 19 und zu 16 recht solide gewonnen. Was mich dabei am meisten freute ist der Spielverlauf insgesamt. Gleich im ersten Satz geht Hörde mit Vorsprung in die Crunchtime, doch das Team hat sich weiterentwickelt. Haben wir zu Beginn der Saison oft vor allem in den Endphasen eines Satzes einfache Fehler gemacht, die uns allzu oft den Satzgewinn gekostet haben, spielten wir jetzt konzentriert und mutig zu Ende und drehen den Rückstand in der Crunchtime noch. Ein ähnliches Bild gab es auch in den Durchgängen 3 und 4 bei denen wir immer wieder hinten lagen. Das ist eine wichtige Entwicklung, die die Mannschaft genommen hat.

Zum Sonntagmorgen gab es dann leider die Hiobsbotschaft, dass unsere erste Zuspielerin Bianka krankheitsbedingt ausfällt. Linda Tinius machte ihren Job wirklich gut, gegen stark aufspielende Dresdnerinnen merkte man jedoch, dass an allen Stellen ein bisschen Energie fehlte. Schließlich hätte man am Sonntag weit über sich hinauswachsen müssen, um den Dresdnerinnen Punkte abzunehmen. In Summe zeigten wir aber auch hier ein sehenswertes Spiel und damit ein durchweg zufriedenstellendes Wochenende. Nun punktgleich mit Düsseldorf soll nicht nur der Abstand zu den Abstiegsplätzen weiter vergrößert, sondern auch Tabellenplatz 11 in Angriff genommen werden.“

Dass das nicht ganz unmöglich ist, zeigt der Blick auf die Tabelle. Der sieht uns nach dem Wochenende weiter auf dem Nichtabstiegsplatz 12, punktgleich mit Düsseldorf, die aber ein Spiel weniger haben. Klar ist aber, dass Berlin durch seine zwei Niederlagen am Wochenende auf jeden Fall die Saison auf einem Platz hinter uns beenden wird, denn sie haben jetzt sechs Punkte und nur noch vier Spiele. Selbst wenn sie die alle mit drei Punkten gewinnen würden, kämen sie maximal auf 18 Punkte und wir haben schon 20. Hörde ist freiwilliger Absteiger, egal auf welchem Tabellenplatz sie letztlich die Saison beenden werden. Im Ringen um einen Nichtabstiegsplatz müssen unsere Mädels sich also nun „nur noch“ gegen Dingolfing und/oder Düsseldorf behaupten.

Und was gab’s sonst noch so an dem ereignisreichen Wochenende ? Dass wir eine Abordnung der Leipzig Lions (American Football) bei uns in der Halle quasi zum Gegenbesuch (einige unserer Mädels waren letzten Sommer im Camillo-Ugi-Sportpark bei einem der Spiele der Jungs und hatten sich mit dem für sie doch eher ungewöhnlichen Ball anzufreunden versucht) empfangen konnten, war eine schöne (Frauentags-)Überraschung. Danke für den Besuch, gern weiter so.

In den Spieltagsflyern wurden mit Engel&Völkers und Jäger Ausbau und Haustechnik wieder Sponsoren vorgestellt. Ohne die Unterstützung der aktuell 50 Sponsoren wäre all das nicht möglich, was wir in der Neuseenlandhalle erleben und auch auswärts präsentieren : ein Markkleeberger Volleyballmärchen. Danke dafür und schon jetzt die Bitte an alle, mit der Unterstützung nicht aufzuhören ! Der gleiche Dank und auch die gleiche Bitte richten sich natürlich auch an die aktuell 75 Förderkreismitglieder. Vielleicht findet sich ja auch noch der eine oder andere weitere Unterstützer für unser bisher so erfolgreiches Projekt „Sparda 2. Liga Pro“, das m.E. jede Mühe dahingehend wert ist?

Auch beim Landkreis-Derby-Rückspiel keine Punkte

Nach dem „durchwachsenen“ Doppelheimspielwochenende gingen die Neuseenland-Volleys Markkleeberg am Sonntag drauf auf ihre kürzeste Auswärtsfahrt zum Landkreis-Leipzig-Derby-Rückspiel gegen die ESA Grimma Volleys. Mit im Gepäck war die Last der Erinnerung an die doch recht deutliche Heimspielniederlage im November 2025. Aber unsere Mädels blickten motiviert voraus : „Das Hinspiel gegen Grimma war ein Spiel zum Vergessen, umso motivierter sind wir, es am Sonntag besser zu machen! Wir brauchen eure Unterstützung, denn wir wollen die Muldentalhölle zur Neuseenlandhalle machen ! Kommt alle in GRÜN !“.

Der als Tabellenneunter favorisierte „Nachbar“ wollte natürlich den Auswärtssieg im November 2025 wiederholen und drei weitere Ligapunkte auf seinem Konto verbuchen. Aber der Grimmaer Vorsprung in der Tabelle war auf zehn Punkte „geschmolzen“, weil man sich zuletzt doch ein paar unerwartete Punktverluste geleistet hatte (jeweils 1:3 daheim gegen Leverkusen und in Oythe). Möglicherweise ergab sich daraus ja der Ansatz, die insoweit vielleicht ein wenig verunsicherten Grimmaer Volleys von Beginn an unter Druck zu setzen und mutig den eigenen Erfolg zu suchen.

Trainer Tim Reichenbach blickte vorsichtig optimistisch voraus: „… natürlich wollen wir uns diesmal besser verkaufen als im Hinspiel. Ich denke, gerade am vergangenen Wochenende hat sich gezeigt, dass unser Team mental gewachsen ist, weshalb ich fest davon überzeugt bin, dass wir diesmal besser mit der "Derbyatmosphäre" umgehen können. Hinzu kommt, dass wir mit den beiden Pflichtsiegen gegen Dingolfing und Hörde durchaus selbstbewusst auftreten können, während Grimma zuletzt zwei Niederlagen sowie einen Punktverlust gegen Düsseldorf hinnehmen musste. Am Ende ist also alles offen. Schaffen wir es, unsere Stärken aufs Spielfeld zu bringen, ist gegen den dennoch klaren Favoriten aus Grimma vielleicht mehr drin!“

So eingestellt und mit den etwa 150 lauten Markkleeberger Fans in grün (auf die ist Verlass) im Rücken ging es dann ins Spiel, bei dem mit 512 Fans ein Zuschauerrekord in der Muldentalhalle aufgestellt wurde. In unserem Team fehlte die erste Zuspielerin Bianca leider krankheitsbedingt immer noch, so dass Unterstützung aus der Zweiten für Linda erfolgen musste. Nele Stuhr kam so zu ihrem ersten Einsatz 3 Ligen höher.

In Satz 1 war zwar die „grüne Wand“ der Fans (ähnlich wie einst in der Brüderhölle) voll da, aber bei den Mädels auf der Platte klappte (zu) wenig, bei den Gastgeberinnen hingegen nahezu alles. Vor allem die Annahme der zugegebenermaßen guten Aufgaben der Grimmaerinnen bekamen unsere Mädels nicht in den Griff, und so kassierten sie einen ziemlich heftigen und schnellen11:25-Satzverlust. Gejubelt und angefeuert wurde trotzdem unverdrossen. Und auch mein (sicher optimistischer) Tip, wir verlieren Satz 1, gewinnen aber das Spiel 3:2, konnte noch in Erfüllung gehen.

Anfangs sah es in Satz 2 zwar wieder nicht danach aus, denn Grimma ging sofort in Führung und baute die bis zur Satzmitte auf 7 Punkte aus. Doch ein Wahnsinnsballwechsel läutete dann bei 10:16 die Wende ein. Zwei Aufgabenserien, eine von Franzi und dann eine von Pauline führten zum 20:20-Ausgleich. Wäre der Satz nach dem nochmaligen Ausgleich bei 23:23 nach 21:23- Rückstand gewonnen worden – wer weiß wohin das Spiel dann abgebogen wäre, vielleicht sogar zu meinem Wunsch, dem 3:2-Sieg. Aber leider gelang das nicht, wurde auch der Satz verloren, wenn auch denkbar knapp mit 23:25.

In Satz 3 kam es bei 2:1 zur ersten Markkleeberger Führung in dem Spiel überhaupt, aber dann wurde mein Tip leider (zu) schnell ad absurdum geführt, denn die Gastgeberinnen glichen aus und gingen selbst in Führung, die sie bis zum Satzende nicht mehr abgaben. Mit 25:15 ging auch der Satz und damit leider das Spiel (doch zu klar) mit 3:0 an die Grimmaerinnen.

Kritisch-optimistisch der Trainerkommentar nach dem Spiel : „Wir sind anscheinend doch noch nicht so weit - das ist die Erkenntnis, die nicht nur nach dem Dresden Spiel, sondern nun auch dem Derby in Grimma bleibt. Dass das Team im Saisonverlauf eine Entwicklung gemacht hat, ist deutlich sichtbar, und natürlich ist die Hoffnung da, dass es gegen die oberen Teams der Liga dann doch einmal reicht, aber gewonnen hat auch in Grimma am Ende die erfahrenere Mannschaft. Dass wir gerade in den Elementen, die sonst zu unseren Stärken gehören, nicht mit Grimma mithalten konnten, zeigt, dass der Kopf und die Erfahrung an diesem Tag den Unterschied gemacht haben. Aber, um aus allem etwas Positives zu ziehen, es ist eine weitere Erfahrung, die das Team in seiner Entwicklung machen durfte. Das erste Mal Derby gegen Grimma, besser verkauft als im Hinspiel und eine wahnsinnige Fanbase, die uns unterstützt hat. Das sind gute Schritte in die richtige Richtung, denen auch das Sportliche folgen wird.“

Unsere silberne MVP wurde erneut Emily, Glückwunsch dazu! Für’s Team leider keine Punkte, aber in der Tabelle bleibt es beim Nichtabstiegsplatz 12. Platz 11 ist durch den 3:2-Sieg von Düsseldorf in Berlin zwar etwas weiter weggerückt, doch da haben unsere Mädels ja noch die Chance, am 28. März 2026 beim Heimspiel was „dran zu drehen“, auch, um den Vier-Punkte-Vorsprung auf Dingolfing im Abstiegskampf zu halten. Zwei Wochen haben sie nun Zeit, sich darauf vorzubereiten.

Hier noch das Dankeschön der Mädels für den Fansupport, „… die „Muldentalhölle“ war mit über 500 Zuschauern prall gefüllt – circa 150 Markkleeberger Fans fanden den Weg nach Grimma und bauten die grüne Wand. DANKE, dass ihr immer hinter den Mädels steht – auf euch ist Verlass !“ Danke, dass auch viele Unterstützer mit dabei waren!

Und damit hier gleich noch der Aufruf für das Spiel am 28. März 2026 gegen Eintracht Spontent Düsseldorf: Liebe Markkleeberger Volleyballfreunde und Unterstützer – auf geht’s 18.00 Uhr in die Neuseenlandhalle, die Mädels brauchen unsere Unterstützung, damit die Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage gelingt und wichtige, möglichst drei, Punkte geholt werden! Salome, die sich in Grimma an der Hand verletzte, und Bianca wünschen wir gute Besserung, damit das Team gegen Düsseldorf wieder vollständig ist.

Rainer Leipnitz, Fotos: bw

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