Markkleeberger Stadtjournal

RHS: Theaternacht am 11. Juni 2026

Es ist eine schöne Tradition, dass die Theatergruppen der RHS am Jahresende ihre selbst geschriebenen Stücke präsentieren. Die GTA-Gruppen unter Leitung von Mona Schubert zeigten, wie ein gespenstischer Geburtstag verlaufen kann. Drei Mädchen, die eine Geburtstagsparty auf dem Dachboden feiern wollten, machten die Bekanntschaft von zwei kleinen Geistern. Aus dem anfänglichen Schrecken wurde eine Freundschaft.

„Aus Feinden werden Legenden“ zeigte, was für unterschiedliche Grüppchen sich in der Schule bilden, die nichts voneinander halten, aber auch nichts voneinander wissen. So wurde geschickt mit Vorurteilen gespielt, die schnell ausgeräumt wurden, als man zusammen einen Wettbewerb gewinnen wollte.

Sollte man Goethes „Faust“ heute noch traditionell auf der Schulbühne zeigen? Diese Frage wurde von der Gruppe „podium rhs“ beantwortet. So lockt Mephisto Faust mit der KI, die ihm alles Wissen verspricht. Anstelle des Hexentanzplatzes wird er durch eine Schönheits-OP zu einem Idealbild geformt, um danach mit Gretchen zu chatten, die, trotz des Shitstorms, der auf sie einprasselte, genügend Selbstbewusstsein hat, über ihren Körper zu entscheiden. Und Faust? Am Ende erkennt er, dass er nur noch ein Muster ist. Stoff zum Diskutieren für ein dankbares Publikum.

Evelyn Kirsche, Foto: bw

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