Bornaer Stadtjournal

Neues begleitendes Therapiemittel für Intensivpatienten: Intensivtagebuch in Borna eingeführt

Stationsleiterin Gabriele Eißner mit Intensivtagebuch
Seit Dezember vergangenen Jahres arbeiten Pflegekräfte am Klinikum Borna mit einem Intensivtagebuch. Darin dokumentieren sie für ihre Patientinnen und Patienten die Zeit auf der Intensivstation. Das Tagebuch hilft, verlorene Zeit zu rekonstruieren und die Ereignisse zu verarbeiten.
Ein Intensivtagebuch wird während des Intensivaufenthaltes für die Patientinnen und Patienten geschrieben. In einem allgemeinen Teil werden die wichtigsten Geräte erklärt, die Tagesstruktur beschrieben und Bilder der Station gezeigt. Daran schließen sich chronologisch gegliederte, individuelle Einträge an, die von der Aufnahme bis zur Verlegung, Entlassung oder auch dem Versterben des Patienten reichen. Die Einträge dokumentieren in verständlicher und wertungsfreier Sprache Ereignisse, Pflegemaßnahmen und Beobachtungen. Neben den Beobachtungen der Pflegekräfte sind auch Angehörige eingeladen, ihre Sichtweisen und Emotionen einzubringen.
Gedacht ist das Intensivtagebuch für Patientinnen und Patienten, die länger als drei Tage auf der Intensivstation liegen, künstlich beatmet werden und unter Analgosedierung stehen. Es wird bestenfalls einmal pro Schicht, mindestens aber einmal am Tag aktualisiert. Das Intensivtagebuch hilft, das Erlebte zu verstehen, zu verarbeiten und die verlorene Zeit zu rekonstruieren.

PM, Sana Kliniken Landkreis Leipzig

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