Markkleeberger Stadtjournal

24 Stunden Physik

Lernen ohne Grenzen von Zeit & Fachdisziplin

Vom 9. Januar 2026, 15.00 Uhr, bis zum 10. Januar, 14.56 Uhr, war unsere Rudolf-Hildebrand-Schule Schauplatz eines außergewöhnlichen Schulprojekts: „Eine Erdumdrehung Physik“. 28 Schülerinnen und Schüler nahmen an diesem intensiven Format teil, das Physik über einen ganzen Tag hinweg erlebbar machte und deutlich über den normalen Unterricht hinausging.

Organisiert wurde das Projekt von unserer Physiklehrerin Katrin Müller-Brenner, die mit großem Engagement ein vielseitiges und anspruchsvolles, aber dennoch attraktives Programm zusammenstellte. Unterstützt wurde sie dabei nicht nur von Schülerinnen und Schülern, sondern auch von Professoren und Medizinern. Sie hielten selbst Vorträge und leiteten thematische Einheiten. Dadurch entstand eine besondere Mischung aus wissenschaftlicher Expertise, medizinischer Praxis und schulischer Perspektive.

Die einzelnen Programmpunkte dauerten jeweils zwischen 45 Minuten und zwei Stunden und behandelten eine große Bandbreite an Themen. So lag ein Schwerpunkt auf dem menschlichen Herzen, wobei Aufbau, Funktion und insbesondere die Herzklappen thematisiert wurden. Ergänzt durch eine Einheit zur Röntgentechnik und anderen Gesundheitsmessungen, welche selbst getestet werden konnten, ging es in weiteren Einheiten etwa darum, kleinste Teilchen sichtbar zu machen und physikalische Grenzen der Wahrnehmung zu untersuchen. Auch die Astronomie fand ihren Platz: Mit einem selbst gebauten Teleskop setzten sich die Teilnehmenden nur theoretisch mit Himmelsbeobachtung auseinander, da eine praktische Beobachtung aufgrund des Wetters leider nicht möglich war. Ergänzt wurde das Programm durch Schülerexperimente, wie verschiedene Sehtests, bei denen Physik unmittelbar erfahrbar wurde. Ein kleines Konzert nach Mitternacht bot die Gelegenheit, die „Physik der Gitarre“ näher zu beleuchten.

Ein besonderes Merkmal des Projekts war die Idee der „Physiker-Identitäten“. Jeder Teilnehmende übernahm eine eigene Rolle und durfte einmal symbolisch eine Unterrichtseinheit einläuten. Dies sorgte für Abwechslung und stärkte die aktive Beteiligung aller.

Da sich das Projekt über volle 24 Stunden erstreckte, war natürlich auch an Pausen gedacht: Schlafphasen waren erlaubt und trugen dazu bei, die Konzentration nahezu über den gesamten Zeitraum aufrechtzuerhalten, auch wenn nicht alle Schülerinnen und Schüler diese in Anspruch nehmen mussten.

„Eine Erdumdrehung Physik“ war somit nicht nur ein fachlich anspruchsvolles Projekt, sondern auch eine besondere Erfahrung, die zeigte, wie spannend Physik sein kann, wenn Schule, Theorie und Praxis zusammenkommen.

Wir bedanken uns herzlich beim Physik-Leistungskurs der Klassenstufe 12 (mit Frederik Bender, Oskar Blasko, Matteo Castro, Colin Gast, Vinicius Götz, Luke Hanisch, Philipp Kreutzmann, Alexandru Matei, Constantin Riedel, Leon Schmidt und Luis Schulze) sowie bei Katrin Müller-Brenner, Saskia Riedel, Julia Schmid, Prof. Frank Stallmach, Prof. Mareike Zink, OA Bernhard Osterburg, Dr. Georg Schulz, Frau Schulze und Hausmeister Thomas Richter. Ein ebenso herzlicher Dank geht an unsere Schulleiterin Constanze Ambrosch und an die Stadt Markkleeberg für die Unterstützung.

Magnus Tzschoppe

Previous PostNext Post