Markkleeberger Stadtjournal

Der Stadtfanfarenzug kann auch anders

Was ist denn hier los? Die Probe am Donnerstag ist zwar zu Ende, aber einige Mitglieder kommen wieder und haben größere Taschen, eine Gitarre und ein Schlagzeug dabei. Was machen die denn?
Ach ja, die Probe von „Südraumblech” beginnt. Das ist eine Sparte des Stadtfanfarenzugs, die sich aus einer Laune heraus gebildet hat. Da bei einer Fanfare nicht alle Töne spielbar sind, kann man mit einer Trompete, die ja Ventile hat, andere Titel spielen und sie mit anderen Instrumenten kombinieren. Zum Glück gibt es „universell“ einsetzbare Mitglieder, die mehrere Instrumente beherrschen. So können Fanfarenspieler beispielsweise auch Trompete, Posaune oder Gitarre spielen und der Marschtrommler Schlagzeug. Musik hat jeder im Blut.

Nach einiger Zeit wurde schließlich auch ein passender Name gefunden: „Südraumblech“. Die Gruppe besteht aus vier Trompeten, einer Posaune, einer Gitarre und einem Schlagzeuger. Schnell wurden Musikstücke geprobt und als gut oder nicht gut befunden. Mittlerweile gibt es eine schöne Zusammenstellung, die immer erweitert wird.

Auch Weihnachtslieder sind jetzt spielbar. In den vergangenen Jahren waren die Musiker schon gut unterwegs. Beispielsweise beim Torhausfest im Mai, dem Stadtfest in Markkleeberg oder dem Weihnachtsmarkt am Torhaus.

Dann wurden sie zum ersten Mal im Globus Wachau gebucht. Und es war ein voller Erfolg! Es war schön zu sehen, wie die Kunden an der Kasse im Alltagsstress mitwippten. Zunächst waren sie bei den Weihnachtsliedern eher verhalten, aber im zweiten Teil, als Dixieland gespielt wurde, ging ein Ruck durch das Einkaufszentrum. Sowohl die Kunden als auch die Kassierer wippten mit. Eine schöne Abwechslung vom stressigen Alltag.

Die nächste Gelegenheit, sie live zu hören, gibt es im Mai am Torhaus oder auf dem Stadtfest – natürlich gemeinsam mit dem Stadtfanfarenzug Markkleeberg.

Antje Schoppe, Stadtfanfarenzug Markkleeberg e.V. (Text & Fotos)

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