
Die 202 Fans gaben nach der langen Wettkampfabstinenz alles, um unser Team zum Erfolg zu treiben. Und auch die Mädels wollten die optimistischen
Trainererwartungen gern erfüllen. Doch ein Heimsieg gegen die Damen von NawaRo Straubing gelang dennoch nicht. Das ist schade, aber nicht allzu verwunderlich, denn sie sind halt ein, wenn nicht der erste Aufstiegsanwärter, gegen den wir schon in der Vorsaison beide Spiele 1:3 verloren hatten und der sich für diese Saison spürbar weiter verstärkt hat. Insoweit waren sie als klarer Favorit in das Spiel bei uns gegangen.
Trotz der vom Ergebnis (0:3) her klaren Niederlage gelang unseren Mädels ein durchaus respektabler Saisonauftakt, denn die einzelnen Sätze endeten relativ knapp, jeweils 21:25. Leider begannen sie aber auch fast gleichlautend mit recht großen Rückständen zu Satzbeginn, die dann nur mit viel Aufwand und letztlich eben gar nicht aufzuholen waren. In Satz 1
gelang unseren Damen der erste Punkt erst bei 1:5, dann liefen sie bis zum 7:14 einem Rückstand hinterher. Eine Aufschlagserie von Meghan Barthel brachte aber den hoffnungsvollen und von den Fans bejubelten Anschluss bei 13:14, und der Einpunkteabstand hielt bis zum 17:18. Dann aber setzten sich die Gäste wieder ab und gewannen den Satz mit vier Punkten
Vorsprung. In Satz 2 führten die Gäste ebenfalls schnell mit 7:1 und hielten dann einen beruhigenden Vorsprung bis zum Satzball bei 24:18. Unsere Mädels wehrten zwar drei Satzbälle ab, konnten den Satzverlust aber nicht verhindern. Den nahezu gleichen Verlauf hatte auch Satz 3, in dem die Gäste schnell mit 8:1 führten. Bei 16:21 ging noch mal ein Ruck durch die Markkleeberger Reihen, und plötzlich stand es nur noch 21:22. Ein Aufgabefehler verhinderte leider den Ausgleich und vielleicht möglichen Satzgewinn. Die Gäste schafften erneut vier Punkte Vorsprung und nahmen somit einen verdienten Dreipunktesieg mit nach Bayern.
Trainer Tim Reichenbach ordnete das Geschehen treffend ein: „Es ist ein bisschen undankbar, dass wir bereits die zweite Saison in Folge den Ligaprimus direkt zum Saisonstart zuhause empfangen. Dennoch haben wir uns gestern über weite Strecken gut verkauft, was die Satzstände, jeweils zu 21, gut zeigen. Leider hat vor allem in der Annahme diesmal nichts geklappt. Wir hatten dadurch zu oft einen sehr schweren Spielaufbau. Auch die gute Block-Feldabwehrleistung konnte dieses Defizit leider nicht ausgleichen. Dennoch gehen wir nicht unzufrieden aus dem Spiel. Wir haben uns gegen stark besetzte Straubingerinnen gut verkauft, und man konnte bereits sehen, dass die Mannschaft in einigen Elementen variabler auftritt als in der Vorsaison. Nun gilt es, an den Schwächen zu arbeiten und in den nächsten Spielen zunehmend überzeugender aufzutreten.“ Die nächste Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen, bietet sich am Tag der Deutschen Einheit in der Neuseenlandhalle ab 18.00 Uhr beim zweiten Heimspiel, dem Landkreisderby gegen die ESA Grimma Volleys. Die Halle wird da sicher voll, denn wir erwarten auch wieder zahlreiche Fans aus Grimma. Also: rechtzeitig Eintrittskarten im Online-Vorverkauf sichern. Vorher finden hier übrigens ab 12.00 Uhr das Regionalligaspiel der Damen 3 gegen Mickten und ab 15.00 Uhr das Drittligaspiel der Damen 2 gegen Chemnitz statt.
Rainer Leipnitz