
In Satz 1 gingen unsere Mädels 5:2 in Führung. Doch nach einer VCO-Aufgabenserie wechselte die Führung bei 6:5 und blieb dann bis zum 21:21-Ausgleich immer knapp auf Dresdner Seite. Aber jetzt drehten unsere Mädels den Satzverlauf wieder, gingen ihrerseits in Führung und gaben diese bis zum 25:23-Satzgewinn nicht mehr ab.
So durfte es in Satz 2 gern weitergehen. Doch das tat es erstmal nicht, denn die Gastgeberinnen gingen schnell mit 5:1 in Führung. Aber unsere Mädels glichen zum 5:5 und 7:7 aus, gingen nun selbst in Führung und bauten diese bis zu sieben Punkten aus. Die Gastgeberinnen hielten zwar nochmal dagegen, konnten aber den Markkleeberger 25:20-Satzgewinn nicht verhindern. Da war schon mal der erste Punkt.
Der Satz 3 hatte bis zum 13:13 einen recht wechselnden Verlauf, doch dann ging der VCO mit fünf Punkten in Führung. Unsere Mädels kamen zwar nochmal zurück, aber auf weniger als zwei Punkte konnten sie den Rückstand nicht verkürzen und verloren den Satz schließlich mit 20:25.
In Satz 4 waren unsere Mädels zumeist knapp in Führung. Erst bei 11:10 gelang den Gastgeberinnen die Führung, doch es blieb die einzige. Ab dem 12:12-Ausgleich holten sich unsere Mädels die Führung zurück und behaupteten diese bis zum Satzende. Zwar brauchten sie dann drei Matchbälle, doch dann standen der Satzgewinn mit 25:21 und damit der Dreipunktesieg fest. Fazit: Wir können Derby! Anteil daran hatten zwei Dutzend sehr hörbare Markkleeberger Fans.
Einen Tag nach dem Ligaspiel ging’s im Pokalgeschehen weiter. Dazu kam am Sonntagnachmittag der Thüringer Pokalsieger SG electronic Erfurt in die Neuseenlandhalle zum Regionalpokalfinalspiel. 145 Zuschauer, darunter einige Erfurter Fans, sahen einen insgesamt souveränen Sieg unserer Mädels gegen die in die 2. Bundesliga Süd aufgestiegenen Gäste, die dort mit überraschend klaren Siegen in die Saison gestartet waren. Satz 1 gewannen unsere Volleys überlegen mit 25:10, in Satz 2 wehrten sich die Gäste dann schon erfolgreicher, verloren den Satz aber doch mit 20:25. Richtig in Fahrt kamen die Erfurterinnen dann in Satz 3, den sie sehr lange offen hielten, dann aber doch mit 23:25 verloren. Damit konnten sich unsere Mädels über das klare 3:0 und damit den Regionalpokalgewinn Ost freuen.
Am darauffolgenden Sonntag, dem 18. Oktober 2026, war dann wieder Ligavolleyball angesagt. Dazu mussten unsere Volleys am Nachmittag beim Aufsteiger SV Lohhof antreten und wollten sehr gern ihre kleine Erfolgsserie fortsetzen, wie sie wissen ließen: „Wir sind auswärts beim SV Lohhof gefordert und wollen gemeinsam die nächsten Punkte holen! Drückt uns die Daumen und unterstützt uns von überall!“ Leider hat das Daumendrücken nicht geholfen, denn die kleine Erfolgsserie ist zu Ende gegangen. In Satz 1 ging es lange hin und her, aber ab dem 17:17-Ausgleich setzten sich die Gastgeberinnen Punkt für Punkt ab und gewannen den Satz mit 25:21.
Offenbar hatte Trainer Tim Reichenbach in der Satzpause die richtigen Worte gefunden, denn in Satz 2 machten unsere Mädels vieles besser und gingen von Beginn an in Führung. Bei 9:9 glich Lohhof zwar aus, aber ab dem folgenden 10:10-Ausgleich gingen unsere Mädels wieder in Führung und konnten diese bis zum Ende des Satzes verteidigen, der 25:20 für sie endete.
Leider ging es aber so nicht weiter. Zwar erzielten unsere Volleys den ersten Punkt in Satz 3, doch das blieb ihre einzige Führung. Bei 5:6 gelang ihnen zwar nochmal der Anschluss, doch dann häuften sich leider die Fehler und der Satz endete (zu) schnell mit 11:25.
Im Satz 4 schien das aber (zunächst) vergessen, denn unsere Mädels gingen mit bis zu vier Punkten in Führung. Doch die Gastgeberinnen erholten sich, glichen zum 9:9 aus, gingen ihrerseits in Führung und wiederholten nun ihren „Lauf“ aus Satz 3. So endete auch der vierte Satz recht deutlich mit 17:25 und unsere Mädels mussten mit der 1:3-Niederlage im Gepäck auf die lange nächtliche Heimreise gehen.
Aber wie heißt es sprichwörtlich so schön: „Mund abwischen, Krone richten und weitergehen.“ In der Liga haben unsere Mädels dazu vier Wochen Zeit, denn das nächste Spiel findet erst am 14. November 2026 statt. Vorher (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) geht es aber im Pokal weiter (Bericht folgt).
Rainer Leipnitz