
In den vergangenen zwei Jahren konzertierten sie im Rahmen des Musiksommers im Leipziger Land mit thematischen Programmen, spielten Kinderkonzerte in der Martin-Luther-Kirche und in Großstädteln, die sie gemeinsam mit einer Theatermacherin bunt gestalteten, und führten eine musikalische, koptisch-lutherische Vesper zusammen mit der ägyptischen Künstlerin Mona Ragy Enayat sowie die Pilgerandacht in der Fahrradkirche durch.
Es zieht die Spielerinnen aber auch über die Grenzen von Markkleeberg hinaus: Sie nahmen an einem Blockflöten-Workshop in Fulda teil, gaben Konzerte im Raum Regis-Breitingen auf Anfrage von Kunstschaffenden, bei der Nacht der Hausmusik in einem Leipziger Buchladen und in der Philippuskirche in Leipzig. Einige Flötistinnen spielen inzwischen außerdem im neu gegründeten Leipziger Blockflötenorchester unter der Leitung von Simon Borutzki, einem Weltklasse-Blockflötisten.

Der Gruppe ist es wichtig, Freude am gemeinsamen Musizieren zu haben und den Zuhörern ein Klangerlebnis zu bieten. Deshalb finden internationale Stücke ebenso ihren Platz wie Klassiker berühmter Komponisten, aber auch Swing oder Evergreens wie beispielsweise „Pink Panther”.
Doch nicht nur die Lieder, sondern auch die Instrumente selbst sind vielfältig. Der Klang der kleinsten Blockflöten, der Garklein- oder Sopranino-Flöte, verkörpert wunderbar Vogelstimmen, wie die einer Nachtigall, in den gleichnamigen Stücken von van Eyck oder Lance Eggles. Die Zuhörer staunen immer wieder, wenn der Großbass oder der Subbass eingesetzt werden. Schließlich sind diese Instrumente größer als die Personen, die sie spielen. Sie sehen aus wie große Orgelpfeifen und bringen warme Klänge zu Gehör, die fast zwei Oktaven unter den anderen Flöten liegen.

Neue Mitspielerinnen und Mitspieler sind jederzeit willkommen. Die Probentermine können Sie im Gemeindeblatt nachlesen. Um mitzuspielen, sollten Sie ein paar Grundlagen beherrschen: das sichere Blattspiel einer Stimme und das Beherrschen von wenigstens zwei verschiedenen Instrumenten aus der Blockflötenfamilie.
Es ist vorgesehen, nochmals neue Wege zu gehen. Das Ensemble hat mit Hilfe der Gemeinde Förderanträge beim Sächsischen Musikrat für ein ganz besonderes Instrument gestellt: eine Subkontrabass-Blockflöte. In der ersten Runde wurde das Ensemble nicht berücksichtigt, im Februar besteht jedoch noch eine Chance. „Sollte auch da kein Förderbescheid ergehen, überlegen wir, das Instrument – es kostet etwa 9.000 Euro – mit einem Crowdfunding zu finanzieren. Wir hoffen, dass uns dabei viele Markkleebergerinnen und Markkleeberger unterstützen werden.
Kommen Sie zu unseren Konzerten und machen Sie sich selbst ein Bild beziehungsweise öffnen Sie Ihre Ohren. Sie haben beispielsweise am 15. Februar im Gottesdienst der Auenkirche, im Sommer in der Fahrradkirche in Zöbigker oder am 5. Dezember zum Adventskonzert für Familien Gelegenheit dazu. Das MaLu-Ensemble möchte Sie dann auf eine individuelle Klangreise mitnehmen.
Dr. Eva Klatte, Fotos: Katja Haubold